2016 fast 9000 Kilometer,
2017 über 10000 Kilometer,
2018 über 12000 Kilometer,
2019…

…lief nicht ganz so gut. Etwa 6700 Kilometer habe ich zurückgelegt, die meisten davon in der ersten Jahreshälfte. Vom 7. Juni an komme ich auf nicht ganz 1000 Kilometer. Einige davon gepaddelt. Was also lief falsch? Und war das Jahr wirklich so schlimm?

Euphorisiert von meiner Weihnachtsradreise durch England und Wales bin ich in das Jahr gestartet. Schnell gingen Planungen für den fehlenden Teil Großbritanniens los: Schottland! Viele freie Minuten und Stunden verbrachte ich damit, eine besonders schöne Route zu planen. Das Radfahren habe ich nebenbei natürlich trotzdem nicht vergessen.
Ein schönes Highlight war die Fahrt vom Hamburg nach Kerpen bei Köln (Strava: hier und hier). Dort durfte ich beruflich hin, um über die liebe Anja Georg eine Reportage zu schreiben. Dabei habe ich das Gebiet um den Hambacher Tagebau kennengelernt.

Am 30. März nahm ich dann beim Fischbrötchen-Brevet teil (Strava: hier). 2016 war diese Veranstaltung meine erste wirklich lange Strecke. Zuvor lag mein Streckenrekord lediglich bei knapp über 100 Kilometern. Die Veranstaltung ist noch immer schön und die 200 Kilometer fahre ich inzwischen locker. Auch ein kleiner Erfolg.

Ostern flog ich dann endlich nach Schottland. Zwei Wochen lang kämpfte ich mich mit meinem Gravelbike durch die Highlands. Aufgrund des schönen Wetters sind viele tolle Fotos entstanden. Noch dazu war dies die allerbeste Reise, die ich bis dahin unternommen hatte. Absolutes Jahreshighlight. Hier eine kleine Foto-Auswahl:

Beim nächsten Pedale&Poeten hier in Hamburg werde ich voraussichtlich einen Vortrag über die Reise halten.

Im Juni bin ich bei Maurice Brocco 400 gestartet. Hier habe ich ausführlich drüber getextet. Diese Veranstaltung hat Spaß gemacht. Auch wenn ich dabei viel gelitten habe.

Mit dem Leiden ging das aber Anfang Juli erst richtig los, bei den 24 Stunden von Nortorf. 24 Stunden lang eine 28 Kilometer lange Runde fahren. Wer die meisten Runden schafft, gewinnt. Bei Dauerregen. Bereits nach der zweiten Runde schmerzte mein rechtes Knie. Ich bin noch 12 Stunden lang weiter gefahren, bis ich mir zusätzlich dazu noch den Magen verdorben hatte. Gegen 0 Uhr, 10 Stunden vor Zielzeit, habe ich mich schlafen gelegt. Und aufgegeben. Strava: hier. Das werde ich wohl irgendwann noch einmal in Angriff nehmen müssen.

Die Knieschmerzen blieben. Lange. Sehr lange. Wenn sie vergingen, dann war dies nicht von langer Dauer. Radfahren: kaum möglich. Also probierte ich eine Sportart aus, die ich schon lange machen wollte: Stand Up Paddling. Ein super Ganzkörpertraining, besonders auch für meine verkümmerte Oberkörpermuskulatur. Und an Wasser mangelt es einem in Hamburg ja auch nicht. Dabei startete ich recht rasant. Denn zwischen dem Moment, wo ich meine Füße zum ersten Mal auf eines der wackeligen Bretter gestellt habe und meiner ersten Paddel-Mehrtagestour lagen keine zwei Wochen. Von Lübeck aus paddelte ich auf der Wakenitz nach Rothenhusen, übernachtete dort auf dem Zeltplatz und fuhr am folgenden Tag über den Ratzeburger See bis nach Ratzeburg. Das war toll. Und anstrengend! Strava: hier und hier. Fotos, hier:

Weitere Erkundungstouren folgten. So lernte ich neben der Alster die Bille, die Este und die Trave zwischen Bad Oldesloe und Lübeck kennen.

Zum Jahresabschluss paddelte ich die Ilmenau von Uelzen nach Lüneburg. Auch auf dieser Fahrt übernachtete ich im Zelt, auf einem Wasserwander-Rastplatz. Strava: hier und hier.

Also: Boardpacking statt Bikepacking. Auch schön, dennoch hoffe ich, nächstes Jahr endlich wieder große Touren mit dem Fahrrad unternehmen zu können. Meinem Knie scheint es inzwischen wieder gut zu gehen. Von der Teilnahme an der festive500 hat mich leider eine Erkältung abgehalten. Und der Fakt, dass ich aufgrund des aus Krafttraining resultierenden Muskelkaters kaum noch gehen kann. Mein Vorsatz fürs neue Jahr: kräftiger und weniger verletzungsanfällig werden.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr! Auf schöne neue Abenteuer!