Eine Woche vor Heiligabend – draußen ist es nass und kalt. Und dunkel, irgendwie ist es zurzeit immer dunkel. Was kann man an einem solch tristen Tag schöneres machen, als ihn mit einer kleinen Radtour etwas „aufzuschönern“?

Vielleicht eine große Radtour? 290 km? Klingt gut, fand ich und sagte bei der von Rick geplanten Tour zu. Von Hamburg aus sollte es in die Hüttener Berge gehen. Es fanden sich tatsächlich 15 Leute für diese Tour, der Organisator wurde leider krank. Vielen Dank jedenfalls für die Planung und das Auftreiben so vieler „verrückter“ Leute!

Um 06:15 ging es los. Um die null Grad kalt und dunkel. Mehr als 15 schick leuchtende rote Rücklichter verschafften eine schöne Weihnachtsstimmung. Nach etwa 40 km teilten wir dann die Gruppe auf. Gefühlt wurde vorher dauerhaft „kürzer“ gerufen. Somit setzte sich letztendlich eine elf Mann (ach nee, zehn Mann plus eine Frau)  starke „schnelle“ Gruppe ab. Für mich passte das Tempo perfekt. Wir fuhren einige abenteuerliche (Sand-)Pisten. Auf etwa halber Strecke gab es dann noch eine etwas größere Essenspause. Auf dem Rückweg war es dann schnell wieder dunkel. Obwohl es eigentlich den ganzen Tag dunkel war, Nebel und sehr viel grau.

Nun fingen aber auch die Pannen an. Dreimal musste ein Schlauch behandelt oder ersetzt werden. Dummerweise zweimal bei mir, weil ich den Schädling im Reifen beim ersten Mal nicht gefunden hatte. In Rendsburg in dem blöden Tunnel  unterm Nord-Ostsee-Kanal stürzte dann mein Navi ab – Trackaufzeichnung weg. Ärgerlich! Die Wege wurden abenteuerlicher und wir alle immer müder. Dies führte dann auch zu mehr und mehr Stopps. Das schlimmste an der Tour war aber der Schluckauf. Ich bekam einfach einen Schluckauf. Beim einfach nur Radfahren. So etwas hatte ich noch nie. Und er dauerte etwa eine halbe Stunde an 😦 😀 Die Sitzpositon ist auch nicht besonders schluckaufgeeignet (Verkrampfungen über der Brust). Die Atmung und die Kommunikationsfähigkeit waren ziemlich eingeschränkt. Und er kam sogar noch ein zweites Mal wieder – in der letzten halben Stunde der Tour. Die Beine waren noch ganz gut drauf, aber wegen der Verkrampfung über der Brust hätte ich mich am liebsten – alle Viere von mir gestreckt – auf den Asphalt gelegt. Jeder Atemzug tat weh. Ich hab es aber noch bis zum Tourende überlebt. Also einen Schluckauf beim Radfahren zu haben, ist nicht besonders empfehlenswert 😀 Schon gar nicht so einen Hartnäckigen wie bei mir.

Am Ende waren es 285km für mich. Den alten Distanzrekord von meiner Harztour habe ich somit um zehn Kilometer überboten. Aufgrund des Naviabsturzes fehlen zwar die meisten Kilometer in der Aufzeichnung, aber viele Fotos beweisen, dass ich dabei war. Es war eine wirklich schöne Tour (bis auf die Schluckaufphasen 😀 ). An meine lieben Mitfahrer: Ich bin gerne bei einer weiteren Tour mit euch dabei! 🙂

Strava-Link: die letzten 88km

Hier noch ein paar schöne Fotos von Andreas:

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Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit und lasst euch nicht vom Wetter abschrecken!

Viele Grüße
Svenja